Vom Wörthersee ins Salzkammergut
Da es unter anderem vom Berchtesgadener Land aus nicht weit ist bis über die Landesgrenze nach Österreich, lohnt sich bei Gelegenheit ein kleiner Abstecher in das schöne Nachbarland.
Roy Black & Schloss Velden
Der Wörthersee – Heimat von Filmlegende Peter Alexander
Die Welt im Miniaturformat
Der Wolfgangsee als beliebter Filmdrehort
Ein Hauch von Adel und Historie
Sehenswert sind dabei nicht nur die bekannten Städte Innsbruck, Salzburg oder Wien. Wer darüber hinaus gerne wie ich beispielsweise die Gegend erkunden möchte, in der einst Filmlegenden wie Peter Alexander gelebt und gewirkt haben, der sollte unbedingt (aber nicht nur aus diesem Grund) eine Reise nach Kärnten, genauer gesagt an den Wörthersee, machen.
Die Gegend rund um den See ist atemberaubend schön – das wussten auch schon viele Berühmtheiten der Filmgeschichte zu schätzen. So tummelten sich hier in den 1950er-Jahren Weltstars wie Kirk Douglas, Ingrid Bergman oder Omar Sharif.
Roy Black & Schloss Velden
Das frühere Schloss Velden (ab Ende des 19. Jahrhunderts als Hotel genutzt) in der gleichnamigen Gemeinde wurde – wie auch der Wörthersee – seit den frühen 1950er Jahren immer wieder zum Mittelpunkt erfolgreicher Filmproduktionen. So war Velden beispielsweise Drehort für die Fernsehserie „Ein Schloss am Wörthersee“.

Mit Roy Black in der Hauptrolle des Hoteldirektors „Lennie Berger“ hieß es Anfang der 1990er Jahre: Gute Laune, Sommerfeeling pur und Unterhaltung für Jung und Alt.
Das heutige Falkensteiner Schlosshotel Velden, welches damals als der Dreh- und Angelpunkt der Serien-Handlungen auserkoren wurde, ist nach wie vor auserwähltes Urlaubsdomizil zahlreicher internationaler Gäste. Vor dem Hotel findet sich eine Büste – inzwischen die dritte -, die dem einstigen Schlagerstar und Publikumsliebling Black gewidmet wurde. Man kann durchaus sagen, es handelt sich dabei um ein Denkmal mit bewegter Geschichte.

Das Grab von Roy Black, der mit bürgerlichem Namen Gerhard Höllerich hieß, ist übrigens im bayerischen Straßberg (nahe Augsburg) zu finden.


Nicht weit davon entfernt liegt – in Sichtweite des Gasthauses Berger (seit 2021 geschlossen!) – an der Frieda-Forster-Straße das Elternhaus des einstigen Publikumslieblings, der sich (wie auch „Kollege“ Peter Alexander) als Schlagersänger und Schauspieler gleichermaßen einen Namen machte.


Der Wörthersee – Heimat von Filmlegende Peter Alexander
Aber nicht nur Roy Black wird seit damals stets mit dem Wörthersee in Verbindung gebracht: Der See war für eine lange Zeit die Heimat von Sänger, Schauspieler und Entertainer Peter Alexander. Seine Villa in Pörtschach ist immer noch zu finden – allerdings sind Fotoaufnahmen nur vom Wasser aus möglich.


In seinen letzten Lebensjahren war Peter Alexander Medienberichten zufolge nur noch selten dort anzutreffen – stattdessen lebte er in seiner Villa im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Wie einst der bayerische Märchenkönig suchte auch er in seinem Privatleben stets die Ruhe und Abgeschiedenheit.
Die Welt im Miniaturformat
In Klagenfurt, der Landeshauptstadt Kärntens, ist übrigens jederzeit ein Abstecher in ferne Länder möglich: So kann bei einem Spaziergang über das Areal des Miniaturparks „Minimundus“ eine „Weltreise“ unternommen werden, bei der die bekanntesten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 zu bestaunen sind. Vor Ort kann man zum Beispiel ein gewisses Italien-Feeling verspüren, wenn man wie ich durch den „Vatikan“ wandelt – natürlich ist das aber nicht im Mindesten zu vergleichen mit einem Besuch des realen italienischen Staates. 😉

Klagenfurt selbst überzeugt nicht nur mit einer malerischen Altstadt, sondern bietet auch mediterranes Flair – und hält für Jung und Alt ein großes Potpourri aus der Kunst- und Kulturszene bereit.

Ein Wahrzeichen und eine berühmte Sehenswürdigkeit des Bundeslandes Kärnten ist die Burg Hochosterwitz. Wer die einstige Wehranlage besichtigt, hat unter anderem die Möglichkeit, einen Blick in die Rüstkammer und auf die Waffensammlung zu werfen. Des weiteren vermittelt eine ausgewählte Bildersammlung aus der Renaissancezeit einen Eindruck über die Geschichte der Burg.

Wer die Filmkomödie „Immer die Radfahrer“ mit Heinz Erhardt, Hans-Joachim Kulenkampff und Wolf Albach-Retty in den Hauptrollen kennt, wird die ehemalige Wehranlage als Filmkulisse wiedererkennen: Zu Beginn der Reise passieren die drei die Burg auf ihren Rädern.
Der Wolfgangsee als beliebter Filmdrehort
Ein viel besuchtes Ausflugsziel in Österreich ist außerdem der Wolfgangsee, der zum größten Teil im Nordosten des Bundeslandes Salzburg verortet ist. Als einer der größten Seen im Salzkammergut (einem am Nordrand der Alpen gelegenen Kulturraum, der sowohl durch seine herrliche Landschaft als auch durch seine Geschichte geprägt wurde) ist er bei Touristen besonders beliebt. Wie der Königssee – der eine sehr gute Wasserqualität besitzt und als einer der saubersten Seen Deutschlands gilt – kann auch der Wolfgangsee mit einer hohen Wasserqualität aufwarten.

Eine Frauenleiche im Wolfgangsee führte übrigens 2019 auch die Tatort-Kommissare Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) in einer Episode der Krimireihe ins österreichische Salzkammergut.
Wenn man nun an besagtem See unterwegs ist, sollte man auch dem inzwischen zu Weltruhm gelangten Hotel und Restaurant „Weißes Rössl“ in St. Wolfgang im Salzkammergut unbedingt mal einen Besuch abstatten. In diesem Zusammenhang werden vielleicht einige von euch nicht umhin kommen, sich an den Rössl-Film mit Peter Alexander und Waltraud Haas aus den 1960er Jahren zu erinnern. Wer allerdings zu der jüngeren Generation zählt, wird wohl eher die Neuauflage des Films „Im Weißen Rössl – Wehe, du singst!“ mit Diana Amft und Tobias Licht kennen.

Ein Hauch von Adel und Historie
Nur einige Autominuten von St. Wolfgang entfernt, liegt übrigens noch ein weiteres interessantes Reiseziel: Bad Ischl. Auch dieser Ort ist für eine bestimmte Filmkulisse und zudem für seine Historie bekannt: Standen hier doch mal die kaiserlichen Hoheiten aus der „Sissi“-Trilogie auf der Dachterrasse der Kaiservilla, die einst tatsächlich den österreichischen Kaiser beherbergte.

Kaiser Franz Joseph liebte kaum einen Ort in seinem Reich mehr als Bad Ischl. Aufzeichnungen zufolge soll er bereits mit 15 Jahren folgende Zeilen verfasst haben: „Oh, wie sehne ich mich nach dem lieben, lieben Ischl.“ Seine Mutter schließlich erwarb die Biedermeier-Villa – die heutzutage im Rahmen von Gruppenführungen besichtigt werden kann – und machte sie Franz Joseph und Sissi zur Hochzeit zum Geschenk.

Eine kleine Anekdote habe ich während meines Aufenthaltes im angrenzenden Café erfahren:

2017 wurde schließlich in Zusammenarbeit des Eigentümers Marcus Habsburg-Lothringen mit der Triester Kaffeerösterei Hausbrandt ein Kaffeehaus in der denkmalgeschützten Villa eingerichtet.
Die Holzbrücke, die Franz Joseph I. seinerzeit überquerte, um – ausgehend von der Kaiservilla – auf seiner morgendlichen Wanderung ein Frühstück bei Katharina Schratt zu genießen, wurde übrigens inzwischen abgerissen. Die ehemalige Villa „Felicitas“ – umbenannt und heutzutage bekannt unter dem Namen Villa „Schratt“ – gibt es allerdings immer noch.
Wer von euch nun ebenfalls mal einen Ausflug nach Kärnten oder ins Salzkammergut unternimmt, wird es sicherlich ebenso empfinden: Hier trifft Naturgenuss auf Kulturliebe.

Du hast dir wirklich viel Mühe gegeben und großes Lob, für deinen ausdrucksvollen Blog Post! Viele Infos kannte ich selbst noch nicht und du hast mich davon überzeugt, auch wieder einmal nach Österreich zu reisen! Danke für die Inspiration!
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Vielen Dank für den Kommentar!
Das freut mich, wenn ich Anstoß zu einer neuen Österreichtour geben konnte:)
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