Auf geschichtlichen Pfaden im Berchtesgadener Land
Berchtesgaden, Ramsau oder Schönau – diese Orte im Südosten von Oberbayern befinden sich alle in einer Region, die seit jeher mit einer touristischen und alpinen Tradition verbunden wird. Wanderer und Flugsportler sind hier ebenso anzutreffen, wie Familien mit Kindern, die die frische Bergluft vor alpiner Kulisse genießen möchten.
Das Berchtesgadener Land ist aber nicht nur aufgrund seiner Landschaften á la Postkartenmotiv ein besonderes Urlaubsziel …

Zwischen Drehorten und Touristenattraktionen
Die Region, gelegen an der Grenze zum österreichischen Salzburg, hat zudem noch viele weitere Attraktionen zu bieten. Zu nennen sind an dieser Stelle beispielsweise das älteste aktive Salzbergwerk Deutschlands, die älteste Bergbrennerei Deutschlands – erstmals gebrannt wurde der inzwischen weltberühmte Grassl-Gebirgsenzian 1692 hier vor Ort – oder auch das königliche Schloss Berchtesgaden mit Schlossplatz und Stiftskirche sowie die Watzmann-Therme, die insbesondere bei Familien zu den beliebtesten Zielen gehört.
Zudem ist das Berchtesgadener Land für Geschichtsinteressierte und Historiker ein wahres Schmankerl. Aber auch Fans der leichten Krimikost kommen auf ihre Kosten – finden hier doch die Dreharbeiten zur neuen Vorabendserie „Watzmann ermittelt“ statt. Aufmerksame Beobachter werden bei einem Besuch vor Ort sicherlich die eine oder andere Sequenz wiedererkennen. So wurde die Serie rund um Kommissar Benedikt Beissl (gespielt von Andreas Giebel – er und weitere Watzmann-Kollegen sind im Vorabendprogramm auch immer wieder bei den Rosenheim Cops zu sehen) beispielsweise auf der Zufahrtstraße zum Königssee gedreht. Als weitere Drehorte können an dieser Stelle die Polizeistation Berchtesgaden, die Almbachklamm, die Enzianbrennerei oder auch ein Bauernhof in Ramsau genannt werden.







Einen Ausflug wert sind die genannten Orte aber auch dann, wenn man die Schauspieler nicht direkt in Aktion erwischt.
Das bereits erwähnte Salzbergwerk beispielsweise ist für Groß und Klein ein Erlebnis. Eine etwa eineinhalb Kilometer lange Strecke wird bei der Einfahrt ins Bergwerk mit einer Grubenbahn befahren. Die zünftig in Bergmannskluft gekleideten Besucher werden auf diese Weise in das Innere des Salzbergwerkes gebracht.

Im Verlauf einer kurzweiligen und lehrreichen Führung erfährt man allerhand Wissenswertes über die Salzgewinnung. Die dabei mögliche Nutzung der beiden circa 40 Meter langen Bergmanns-Holzrutschen begeistert besonders Kinder und Jugendliche. Im Rahmen der Besichtigung erreicht man eine Steinsalzgrotte, die nach König Ludwig II. von Bayern benannt wurde. Es folgen Stationen wie das Salzlabor, der Blindschacht, der Streckenvortrieb oder das Bohrspülwerk. Sie alle geben interessante Einblicke in den Salzabbau. Ein weiteres Highlight der Führung ist eine Fahrt mit dem Floß über einen unterirdischen Salzsee – komplettiert wird das Ganze durch eine Lasershow an den Felswänden. Auf der anderen Seite des Sees dürfen die Teilnehmer der Besichtigung den Salzgehalt des Wassers bestimmen. Anschließend gelangt man mit der Grubenbahn schließlich wieder an die Erdoberfläche.
Umgeben von tosenden Wassermassen und faszinierenden Felsformationen
Eine interessante Wanderung durch die Natur erlebt man hingegen bei einem Besuch der Almbachklamm. Der Weg führt über Brücken und Stege entlang des rauschenden Almbachs – stets zwischen den hohen Felsen der Umgebung hindurch. Das klare Wasser des Wildbaches stürzt tosend ins Tal und hat dabei im Verlauf der Zeit beeindruckende Felsformationen geschaffen. Das Laub der Bäume und das sprühende Wasser sorgen auch im Hochsommer für kühle Luft in der drei Kilometer langen Schlucht.
Der obere Einstieg in die Klamm wird durch die Theresienklause gekennzeichnet, ein Bauwerk, das nach Königin Therese, der Ehefrau von König Ludwig I., benannt wurde. Es handelte sich dabei um eine Staumauer, die an dieser Stelle im hinteren Bereich der Klamm erbaut wurde und bis zu 15.000 m³ Wasser aufstaute.

Die Wassermassen ergossen sich nach dem Öffnen der Klause durch die enge Schlucht. Dabei wurden jede Menge von Holzfällern zugeschnittene und in den Almbach geworfene Holzstämme mitgerissen. Am Ausgang der Klamm wurde das Holz durch einen hölzernen Rechen aufgefangen und anschließend in der Regel als Brennholz verwertet. Diese Form der Holztrift wurde noch bis 1963 betrieben.
Am unteren Zugang zur Almbachklamm befindet sich Deutschlands älteste Marmorkugelmühle. Seit 1683 werden hier aus Untersberger Marmor schicke Marmorkugeln geschliffen, die Besucher vor Ort auch käuflich erwerben können.

Hinauf auf den Jenner-Gipfel
Wer hoch hinaus möchte, dem empfehle ich eine Bergwanderung auf den 1874 Meter hohen Jenner. Die Touren zum Gipfel sind sowohl vom Tal aus möglich als auch von der Bergstation der Jennerbahn. Festes Schuhwerk und angemessene Wanderausrüstung sind dabei sehr zu empfehlen, denn die unterschiedlichen Routen durch das Wanderparadies des Alpen-Nationalparks weisen verschiedene Schwierigkeitsstufen auf.

Ein 15-minütiger Fußmarsch beispielsweise führt Besucher, die es weniger anstrengend lieben, von der auf 1800 Meter hoch gelegenen Bergstation aus auf einem recht gut ausgebauten Wanderweg hinauf zum Jenner-Gipfel. Von der Aussichtsplattform aus hat man einen traumhaften Blick auf den Königssee.

Der „bayerische Fjord“: der Königssee
Last but not least kann als eine weitere Touristenattraktion im Berchtesgadener Land der Ort Schönau genannt werden. „Eine der schönsten Landschaften der Erde“ – mit diesen Worten beschrieb seinerzeit der Forschungsreisende Alexander von Humboldt den Ort und die umliegende Gegend.
Mit über 7.000 Gästebetten ist Schönau heute die drittgrößte touristische Gemeinde Oberbayerns und hält für ihre Besucher umfangreiche Angebote bereit. Südlich vom Ortskern, am östlichen Fuße des Watzmannmassivs ist der etwa 190 Meter tiefe Königssee verortet, eingebettet in die umgebende Berglandschaft. Ein beliebtes und bekanntes Fotomotiv: Die Wallfahrtskirche St. Bartholomä, gelegen auf der Halbinsel Hirschau am Westufer des Sees.

Seit mehr als 100 Jahren wird auf dem Königssee Elektroschifffahrt betrieben. Fahrplanmäßige Bootstouren bringen einen in etwa einer halben Stunde zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Wer will, kann auch noch weiter zum Südende des Sees fahren. Ich habe mich – nach dem Besuch von St. Bartholomä – auch noch für die anschließende Tour nach Salet entschieden, die insgesamt rund eine Stunde dauert.

Angekommen, führt ein ausgebauter Wanderweg durch die unberührte Natur an der „Saletalm“ vorbei zum Obersee. Insgesamt gesehen sind hier vor Ort deutlich weniger Touristen unterwegs.

Ein Blick auf die unberührte Oberfläche des Obersees – der durch einen Moränenwall vom Königssee getrennt ist – mit seinen Spiegelungen ist in jedem Fall durchaus sehenswert.

Am Südende des Obersees liegt die etwa 500 Jahre alte „Fischunkelalm“, die jährlich von Mitte Mai bis Mitte Oktober von Sennerinnen bewirtschaftet wird. Der meist flache – stellenweise auch schmal und steil zulaufende -Wanderweg dorthin verläuft am westlichen Ufer des Sees und ist an der ufernahen Felswand durch ein Geländer gesichert.

Nach einer kleinen Stärkung in Form einer leckeren bayerischen Brotzeit kann man sich anschließend noch auf eine kurze Wegstrecke weiter nach Süden begeben: Hier ist der Röthbachfall, der höchste Wasserfall Deutschlands, zu bestaunen. Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, wie hier das Wasser von der 470 Meter hohen Röthwand stürzt.
Auf der Rückfahrt steht noch einmal ein Zwischenhalt in St. Bartholomä auf dem Plan, wo jetzt inzwischen auch die letzten Gäste der angegliederten Traditionsgastwirtschaft „Sankt Bartholomä“ aufbrechen, um eines der letzten Boote zu erreichen – denn die Halbinsel kann ausschließlich auf dem Wasserweg erreicht beziehungsweise verlassen werden. Oder alternativ nach einer längeren und anstrengenden Bergtour (nur für erfahrene Bergsteiger geeignet!).

Auf dem Weg in Richtung St. Bartholomä beziehungsweise Salet ist als besonderes Highlight das „Echo vom Königssee“ zu erwähnen: wenn der Bootsführer mit seiner Trompete oder einem Flügelhorn gegen die Felswand spielt und ein wahrhaft klangvolles Echo ertönt.
Doch der See hat auch seine Schattenseiten. So muss ich bei der Überfahrt auch an das größte Unglück denken, das hier jemals passiert ist: Der Untergang eines mit Wallfahrern besetzten Schiffes – geschehen am 23. August 1688 -, bei dem um die 70 Menschen den Tod fanden. Die in der Folgezeit entstandenen Legenden halten dieses Ereignis noch bis heute lebendig. Ein rotes Kreuz an der Falkensteiner Wand kennzeichnet in Gedenken an die Opfer die Stelle, an der das Schiff im Sturm zerschellt sein soll.
In Schönau am Königssee – genauer gesagt auf dem dortigen Friedhof – war hingegen seit Jahrzehnten ein Grabkreuz zu finden, auf dem ein durchaus berüchtigter Familienname zu lesen war: Hitler. Hier lag seit 1960 Paula Hitler, die jüngere Schwester des früheren deutschen „Führers“ und Reichskanzlers, begraben. Die Namenstafel wurde einige Zeit durch eine andere Tafel abgedeckt, war dann aber wieder zu sehen. Berichten zufolge soll das Grab 2009 aufgelöst worden sein – vereinzelte Informationen lassen aber auch den möglichen Schluss zu, dass das Grab durch unbekannte Geldgeber weiterhin erhalten wird.

Auf den Spuren der deutschen Vergangenheit
Dass das Berchtesgadener Land ein schönes Fleckchen Erde ist, hat seinerzeit auch Adolf Hitler für sich entdeckt: 1933 erwirbt der „Führer“ hier Haus „Wachenfeld“ – ein Gebäude auf dem Areal des Obersalzberges, in der Nähe des Hotels „Zum Türken“ – und lässt es in den Folgejahren schließlich zu dem noch heute bekannten „Berghof“ umbauen. Hier war sein privater Rückzugsort – aber praktisch auch sein zweiter Regierungssitz.

Spätestens nach seiner Ernennung zum Reichskanzler haben auch Hitlers Anhänger das Berchtesgadener Land als Urlaubsregion auserkoren. Der Obersalzberg wurde regelrecht zu einem beliebten Wallfahrtsort – und daraufhin zum „Führersperrgebiet“ ernannt. Nach und nach siedelten sich weitere NS-Größen in der Region an, wie beispielsweise Reichsmarschall Göring, Hitlers Architekt und Minister Albert Speer und der Leiter der Parteikanzlei der NSDAP, Martin Bormann. Letzterer war maßgeblich verantwortlich für die Umgestaltung des Obersalzberges in der NS-Zeit. Er war es auch, der die bisherigen Eigentümer unter Druck zum Verkauf ihrer privaten Grundstücke zwang. Bei anhaltender Weigerung drohte er ihnen sogar mit Verhaftung und Überführung in ein Konzentrationslager.
Als gegen Ende des Krieges alliierte Bomber den Obersalzberg angriffen, fielen viele Nazi-Gebäude dem Angriff aus der Luft zum Opfer. Auch der „Berghof“ wurde beschädigt, von der Bevölkerung geplündert und von der SS in Brand gesetzt – die Ruinen wurden letztlich 1952 auf Anweisung der bayerischen Landesregierung gesprengt.
Vom „Berghof“ – von wo aus Hitler die Weichen für die größten Menschheitsverbrechen stellte – sind heutzutage lediglich nur wenige unscheinbare Fundament- und Mauerreste übrig.

In Stanggaß, einem Ortsteil von Bischofswiesen im Berchtesgadener Land, stehen hingegen auch heute noch die Gebäude der „Reichskanzlei, Dienststelle Berchtesgaden“, der sogenannten „Kleinen Reichskanzlei“.


Von 1937 bis 1945 war hier der zweite Regierungssitz des Deutschen Reiches. Die Amtsgeschäfte vor Ort wurden immer dann übernommen, wenn Hitler nicht in Berlin, sondern auf dem Obersalzberg war – und das betraf mehr als die Hälfte seiner Amtszeit.
Auch die in direkter Nachbarschaft stehenden Wohnhäuser von Hitlers militärischen Erfüllungsgehilfen Keitel und Jodl haben den Krieg unbeschadet überstanden – wobei Keitels Haus bis heute zudem sogar nahezu unverändert geblieben ist.

Eine wahre Touristenattraktion, die an die Zeit der NS Diktatur erinnert, ist Hitlers „Kehlsteinhaus“ – gelegen knapp unterhalb des gleichnamigen 1881 Meter hohen Gipfels. Obwohl Hitler in jedem Jahr viel Zeit am Obersalzberg verbrachte, hat er dieses außergewöhnliche Gebäude nur selten besucht. Das „Kehlsteinhaus“ überstand Krieg und US-Besatzungszeit unzerstört und ist – wie auch der Bahnhof von Berchtesgaden und die Kleine Reichskanzlei in Stanggaß – eines der wenigen, erhalten gebliebenen repräsentativen Gebäude aus der Zeit des Dritten Reiches in dieser Region.

Da die Kehlsteinstraße nur von den Bussen der Kehlsteinlinie befahren werden darf, ist der Besuch des Kehlsteinhauses in der Regel – es sei denn, man ist Bergwanderer – immer mit einer Busfahrt verbunden. Los geht es am Parkplatz Obersalzberg, unterhalb des Kehlsteins. Nachdem man die etwa 800 Höhenmeter in einem Konvoi mehrerer Busse zurückgelegt hat, folgt noch eine kurze Wegstrecke zu Fuß.
Das jetzt als Berggaststätte genutzte Gebäude bietet seinen Besuchern einen beeindruckenden Rundblick bis Salzburg und über die umliegende Bergwelt.

Nach dem Verlassen der Busse geht es durch einen – Achtung für diejenigen unter euch, die möglicherweise an Platzangst leiden – 124 Meter langen und drei Meter hohen Tunnel zum historischen messingverkleideten Aufzug des „Kehlsteinhauses“. Nur etwa 40 Sekunden benötigt er für 124 Meter aufwärts, dann befindet man sich schon in den Räumlichkeiten des ehemaligen Repräsentationsgebäudes. Hier sollten Gäste des „Führers“ empfangen und beeindruckt werden. Neben dem Empfangsraum befanden sich seinerzeit in dem Gebäude noch Wohn-, Arbeits-, Speise-, Wach- und Ruhezimmer sowie Toiletten/Waschräume, ein Keller und die Küche. Eine Attraktion des Hauses ist der große offene, aus Marmor errichtete Kamin – ein Geschenk von Mussolini an Hitler.

Von der hinter dem Kehlsteinhaus liegenden Terrasse führt ein kurzer Wanderweg etwa 10 Minuten aufwärts bis zum Kehlsteingipfel. Über zum Teil glatte, abgelaufene Felsen und Steine (angemessenes Schuhwerk und Trittsicherheit sind zu empfehlen) gelangt man zum Gipfelkreuz und kann von hier oben einen wunderbaren Rundblick genießen.


Geübte Bergwanderer können sich – mit entsprechender Ausrüstung – von hier aus weiter auf den Weg zum Hohen Göll machen, allerdings auf einem teilweise anspruchsvollen Wanderweg beziehungsweise Klettersteig.
In der Nähe des Parkplatzes auf dem Obersalzberg, wo die Touristen ihre Busse nach der Kehlstein-Tour wieder verlassen, befindet sich heute an historischem Ort eine Lern- und Erinnerungsstätte, das Dokumentationszentrum Obersalzberg. Ein Besuch hier sollte – auch für Familien mit Kindern – unbedingt zum Tagesprogramm gehören. Und man sollte in jedem Fall genügend Zeit mitbringen, um die sehenswerte Ausstellung entsprechend verarbeiten zu können. Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und die Aufarbeitung der bewegten Geschichte der Region sind hier in vorbildlicher Weise gelungen und die Präsentation der Ausstellungsstücke am historischen Ort unter Einbindung des originalen Bunkersystems ist durchaus beeindruckend.
Während regelmäßig Touristen aus aller Welt den Weg auf den Kehlstein finden, um dort bei bayerischem Bier und Brotzeit die „heile Bergwelt“ zu genießen und dabei – in Hitlers vermeintlichem „Teehaus“ – mit leichtem Schaudern einen Blick in die NS-Vergangenheit Deutschlands werfen, ist nur wenigen Besuchern bekannt, dass sich Hitlers wirkliches „Teehaus“ an einem anderen Ort befand: Im Verlauf seiner Aufenthalte am Obersalzberg machte der „Führer“ fast täglich am Nachmittag – mit wechselnder Begleitung – einen etwa halbstündigen Spaziergang von seinem „Berghof“ zum Aussichtspunkt am Mooslahnerkopf.

Hier, in unmittelbarer Nähe zum Aussichtsplatz, stand das 1937 in zylindrischer Form gebaute kleine „Teehaus“. Prominente Besucher des „Berghofes“ waren vor Ort seine Gäste. Zu nennen sind beispielsweise Schauspieler wie die Mutter von Romy Schneider (Magda Schneider) sowie Künstler, Bildhauer, Parteifunktionäre oder auch hochrangige Offiziere.
Im Inneren des Gebäudes wurde ein großer runder Tisch von acht Sesseln umrahmt. Ein offener Kamin sorgte für die entsprechende Wärme. Angegliedert an den runden Gesellschaftsraum war ein Seitenanbau, in dem sich neben Toiletten, einer Küche und einem Abstellraum auch ein Aufenthaltsraum für die Wache befand.
Bei Tee, Kaffee und Kuchen, erging sich Hitler hier im Kreis seiner Begleiter in oft langen Monologen, bei denen er – nach Augenzeugenberichten – gelegentlich auch einschlief! 😴
Nach dem Krieg wurde das Gebäude von den USA, die in der Nähe einen Golfplatz für ihre Soldaten errichtet hatten, gesprengt.


2006 wurden auf Anordnung der Landesregierung auch die Ruinenreste entsorgt. Das entsprechende Areal ist inzwischen wieder aufgeforstet worden.
Interessierte, die den wunderbaren Blick vom Mooslahnerkopf selbst einmal genießen wollen, müssen sich – frei nach dem Prinzip: „Wer suchet, der findet…“ – etwas Mühe geben. Also dann, begeben wir uns mal auf Spurensuche🥾 In der Nähe des Hotels „Zum Türken“ führt ein Weg über einen Golfplatz. Abgesehen von den fliegenden Bällen herrscht hier kaum Betrieb. Weiter geht es schließlich in Nordwest-Richtung auf einem recht unscheinbaren Waldweg, der sich langsam in einen „Trampelpfad“ wandelt. Vorbei an unberührter Natur erreicht man nach einer kleinen Wanderung – zum Teil durch Unterholz -, weiter in nordwestlicher Richtung, schließlich die Aussichtsstelle.
An dem recht steil abfallenden Hang oberhalb des Spornhofweges stehend, blickt man in Höhe der Berchtesgadener Kläranlage auf die Berchtesgadener Ache und wenn man – bei entsprechender Fernsicht – den Blick Richtung Norden schweifen lässt, kann man vielleicht sogar Salzburg sehen.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim Erkunden, solltet ihr mal selbst in besagten Regionen unterwegs sein und den Wandel der Zeit dort erleben wollen.
