Von Freiburg an den Bodensee
Freiburg im Breisgau ist eine Universitätsstadt, gelegen am Rande des Schwarzwaldes. Hier haben mein Freund und ich den ersten Teil unseres diesjährigen Sommerurlaubs verbracht. Es waren insgesamt nur fünf Tage, doch diese Tage hatten es wirklich in sich: Wir haben nicht nur die Stadt ausführlich erkundet, sondern die Zeit auch für Ausflüge in die nähere Umgebung genutzt.
Hoch hinaus in Freiburg & Umgebung
Neben einem Streifzug durch die Innenstadt und angrenzende Bereiche stand unter anderem ein Besuch des Münsters auf dem Plan. Das Freiburger Münster „Unserer Lieben Frau“ ist eine gotische Kathedrale im Herzen der Stadt und bekannt als eines ihrer Wahrzeichen. Wer den Turm des Münsters erklimmen möchte, hat folgende Möglichkeiten: bis zur Zwischenplattform sind es 209 Stufen. Weitere 33 (welche mein Freund ganz ambitioniert noch zusätzlich hochgestiegen ist) führen zu den Turmglocken und nach alternativ 56 weiteren Stufen befindet man sich schließlich im Inneren der Turmpyramide. Ein wirklich toller An- und Ausblick – aber ich sage nur „Pisa 2.0!“😅
Die anschließende Pause, in unmittelbarer Nähe zum Historischen Kaufhaus, haben wir uns redlich verdient.





Zwei Tage Erkundungstour haben uns Freiburg und das Stadtbild näher gebracht – außerdem konnten wir einen Blick vom nahe gelegenen „Schlossberg“ auf Stadt und Umgebung genießen. Der markante Hügel am Rande der Altstadt erhebt sich etwa 456 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen beeindruckenden Panoramablick über die Stadt und das umliegende Breisgau.



Aber nicht nur die Innenstadt von Freiburg hat einiges zu bieten, auch außerhalb der Stadt kommt man jederzeit auf seine Kosten. Wir haben uns unter anderem für eine Tour auf den „Schauinsland“ entschieden. Der 1.284 Meter hohe Berg befindet sich südöstlich von Freiburg und bietet von seinem Gipfel aus atemberaubende Ausblicke über die Rheinebene bis hin zu den Vogesen und den Alpen.

Der Berg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Mountainbiker und Naturliebhaber. Wer es entspannter angehen möchte, genießt eine Fahrt mit der Schauinslandbahn von Horben aus und hat die Möglichkeit, die tollen Ausblicke ins Tal auf sich wirken zu lassen. Von der Plattform aus haben wir uns weiter auf den Weg nach oben gemacht, wo Besucher nicht nur die tolle Aussicht genießen, sondern auch den Schauinslandturm – einen Aussichtsturm, der zusätzliche Panoramablicke ermöglicht – besteigen können. Leider ist dieser Turm aktuell nicht begehbar! So haben wir uns zu einer kleinen Wanderung durch das Gelände entschieden und sind schließlich mit der Seilbahn zurück ins Tal gefahren.
Naturschauspiele im Schwarzwald
Ein kleines Highlight in der Nähe von Freiburg sind die Todtnauer Wasserfälle. Die Wasserfälle, gelegen im Schwarzwald, sind ein beeindruckendes Naturphänomen und eine beliebte Sehenswürdigkeit für Naturfreunde und Wanderer. Sie erstrecken sich über mehrere Kaskaden und stürzen sich auf einer Gesamthöhe von etwa 97 Metern in die Tiefe. Die Wasserfälle sind in eine idyllische, von dichten Wäldern umgebene Landschaft eingebettet und bieten atemberaubende Ausblicke auf die umgebende Natur. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt nah an die Wasserfälle heran und ermöglicht es, die imposante Kraft des Wassers hautnah zu erleben und beeindruckende Fotomotive zu sammeln.
Im Südschwarzwald befindet sich die Wutachschlucht – hier kann man sich auf eine insgesamt 12 Kilometer lange Wanderung durch eine tiefe Schlucht mit Wasserfällen, Tälern und Wildflüssen begeben. Ausgerüstet mit Wanderschuhen ging es für uns rein in dieses abenteuerliche Gebiet – und ich muss sagen, ich war erleichtert, als wir den Rückweg angetreten sind! So waren die Wege mitunter dermaßen glatt, dass bergab zu gehen mir stellenweise fast unmöglich erschien!




Venezianische Idylle in Frankreich
Frankreich und die Schweiz hatten wir uns als weitere Ausflugsziele ausgesucht.
In Frankreich zog es mich nach Colmar – wollte ich doch unbedingt mal stilecht Flammkuchen genießen und mir den Ort anschauen, der als einer der schönsten Orte Frankreichs bezeichnet wird. Und ja, es stimmt – hier trifft französisches Flair auf wunderschöne historische Gebäude. Besonders gefiel mir vor Ort natürlich das romantische Viertel „Petite Venise“ im Herzen der elsässischen Stadt. Uns erwartete eine idyllische Szenerie entlang der Kanäle.
Nach unserem Aufenthalt in Colmar ging es weiter nach Mülhausen. Mein Freund, begeisterter Autoliebhaber, konnte natürlich nicht umhin, dem „Musée national de l’Automobile – Collection Schlumpf“ einen Besuch abzustatten. So schauten wir uns das bekannte Highlight für Automobilenthusiasten und Geschichtsliebhaber also mal genauer an: Das Museum beherbergt eine beeindruckende Sammlung von historischen Fahrzeugen, darunter Oldtimer, Motorräder und Nutzfahrzeuge. Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Entwicklung der Automobilindustrie und zeigt Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen und Ländern.





Mittelalter- und Stadtcharme in der Schweiz
Nach einem Besuch des Rheinfalls machten wir anderentags einen Abstecher nach Stein am Rhein. Auch dort unternahmen wir einen kleinen Stadtbummel und schauten uns die malerische Kleinstadt im Kanton Schaffhausen an. Die Stadt ist bekannt für ihre gut erhaltene mittelalterliche Architektur, besonders für die reich bemalten Fassaden der Altstadtgebäude. Für eine kleine Erfrischung ging es abschließend in ein Freibad auf der Halbinsel Höri.




Mediterranes Flair am Bodensee
War es schon in Freiburg zu spüren, konnte man am Bodensee – wo wir unsere restlichen Urlaubstage verbrachten – noch deutlicher das mediterrane Klima wahrnehmen und dazu passendes Flair verspüren. Schon unser Urlaubsort, Steißlingen, liegt im Hegau, einer traumhaft schönen Region in unmittelbarer Nähe des Sees. In Anlehnung an unseren letzten Urlaub genau das Richtige für uns – wird der Hegau doch als die „süddeutsche Toskana“ bezeichnet. Das milde Klima und die Blumenprachten erinnern an südländische Regionen, bieten jedoch zugleich den unverwechselbaren Charme des Bodensees.
Vor Ort unternahmen wir Ausflüge nach Radolfzell, zur Klosterinsel Reichenau sowie nach Überlingen, Konstanz, Lindau, Friedrichshafen und zur Blumeninsel Mainau. Jeder Ort hat seinen ganz eigenen Charme und ist definitiv einen Besuch wert.
Lediglich in Radolfzell haben wir uns tatsächlich insgesamt nicht allzu lange aufgehalten, sondern nutzten den Ort eher, um dort abends nach unseren Touren noch etwas zu essen.

In Radolfzell konnten wir die Auswirkungen der diesjährigen Hochwasserlage noch erkennen, denn eine als Sehenswürdigkeit ausgezeichnete Statue im Wasser war aktuell nicht sichtbar – an der Stelle, an der eigentlich „El Nino” zu sehen sein sollte, waren dieses Jahr nur drei rote Bälle zu erkennen. Der Wasserstand ist immer noch ziemlich hoch…
Mein Favorit am See ist definitiv der Ort Überlingen – die Uferpromenade entlang des Sees bietet tolle Ausblicke auf den See und die Alpen in der Ferne. Und während einem beim Flanieren die frische Seeluft um die Nase weht, kann man die bunte Blumenpracht genießen.
Von Überlingen aus ging es für uns mit dem Schiff weiter in Richtung Konstanz. Die größte Stadt am Bodensee ist bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt. Vor Ort kann man durch malerische Gassen mit interessanten historischen Gebäuden schlendern.








Lindau und Friedrichshafen dienten uns ebenfalls gut zum Erkunden – entfalten ihren Charme zugegebenermaßen aber nur bei sonnigem Wetter so richtig. Wer genug Zeit mitgebracht hat, kann in Friedrichshafen das Luft- und Raumfahrtmuseum besuchen. Auch eine Fahrt mit dem Zeppelin ist sicher eine interessante Erfahrung – die Flüge sind allerdings schon weit im Voraus ausgebucht…
Last but not least krönte ein Besuch der wunderschönen Blumeninsel Mainau unseren Urlaub am Bodensee. Ich denke, die Bilder sprechen für sich – seht selbst.






