Der Zauber der Lagunenstadt
Als ich aktuell in Verona Urlaub gemacht habe, hatte ich Lust, den einen oder anderen Ausflug ins Umland zu unternehmen. Eines der ausgewählten Ziele: Venedig. Früh morgens ging es – coronabedingt mit Maske – mit dem Zug in Richtung Lagunenstadt.
Vor Ort in Venedig habe ich mich in Richtung der Ponte dell‘ Accademia aufgemacht, um von dort einen ersten (weltweit bekannten) Blick auf die Basilica Santa Maria della Salute und den Canale Grande zu werfen.



Es ist atemberaubend, die Sehenswürdigkeiten der Stadt mal mit eigenen Augen betrachten zu können. So geht es für mich anschließend durch die Gassen und über diverse Brücken in Richtung Markusplatz. Zu dieser Zeit ist auch Venedig noch nicht allzu überlaufen und man kann die Wahrzeichen der Stadt ohne großen Trubel auf sich wirken lassen.



Kein Wunder, dass auch Sisi damals gerne hier verweilte. Die einstige Kaiserin von Österreich war – im Gegensatz zu ihrem Ehemann und der Familie der Habsburger – in der Lagunenstadt innerhalb der Bevölkerung durchaus beliebt. Als junge kaiserliche Mutter hatte sie die Herzen vieler Venezianer erobert und logierte gerne in der Residenz des österreichischen Gouverneurs am Markusplatz. Die imposanten Eindrücke konnte sie von ihren Gemächern gegenüber des berühmten Markusdoms aufnehmen.
Während ihrer zwei Aufenthalte in Venedig ließ Sisi es sich nicht nehmen, die historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen und kam mit persönlichem Gondoliere und eigenem Bootsanleger an den „Giardini Reali“ in eben diesen Genuss.

Die Kaiser-Appartements, angeschlossen an das Museo Correr, sind aktuell wieder zu besichtigen. Aus Zeitgründen habe ich es allerdings nicht mehr in die Räumlichkeiten geschafft.
Stattdessen habe ich mich in die kurze Reihe vor dem Markusdom eingereiht und mir die weltbekannte Kathedrale mit ihren vergoldeten Innengewölben angesehen.



Anschließend geht es über die Piazetta San Marco am Dogenpalast vorbei zur Seufzerbrücke. Dank der Jahreszeit ist auch dieses beliebte Fotomotiv ohne Weiteres direkt erreichbar und gut in Szene zu setzen.


Während die Gondoliere den geringen Tourismusandrang für einen kurzen Plausch zwischendurch nutzen, sind die zahlreichen Händler am Ufer des Canale Grande in ihrem Element.


Mich zieht es hingegen über den Markusplatz in Richtung Rialtobrücke. Auch dieses Wahrzeichen der Stadt kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Unterwegs hole ich mir in einem kleinen Bistro ein Canollo alla siciliana und mache es mir schließlich in der Nähe der Brücke gemütlich.




Der Rückweg zum Bahnhof gestaltet sich mitunter abenteuerhaft – der Routenplaner schickt mich durch Gassen, die entweder so eng sind, dass nur eine Person durchkommt oder aber durch so niedrige Durchgänge, die man nur mit geducktem Kopf passieren kann.





Letztlich neigt sich der Ausflug dem Ende zu und ich stehe wieder am Bahnhof Venezia Santa Lucia in Richtung Verona.
Selbst wenn man nun, so wie ich, nur einen Tag in Venedig verbringt, kann man sich durchaus einen ersten Eindruck über die Sehenswürdigkeiten vor Ort verschaffen. Damit sich die Magie der Lagunenstadt allerdings voll entfalten kann, sollte man sich schon mehrere Tage Zeit nehmen.
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