Moselurlaub in Cochem

Dolce Vita trifft Moselromantik

Italien bleibt meine große Leidenschaft und Bayern mein zweites Zuhause. Doch manchmal lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Diesmal nehme ich euch mit an die Mosel – eine Region, die mit Weinbergen, Burgen und römischer Geschichte ihren ganz eigenen Charme besitzt.
Vor Kurzem haben mein Partner und ich dort einen wunderbaren Urlaub in Cochem verbracht. Der Ort überzeugt mit seinem eindrucksvollen Burgpanorama und einer schönen Uferpromenade – und wir hatten auch noch das Glück, für einen angemessenen Betrag ein Hotelzimmer mit Balkon und eben diesem tollen Ausblick zu bekommen.

Der Blick von unserem Balkon auf Moselpromenade und Reichsburg.

Als die Römer übrigens vor rund 2.000 Jahren erstmals nach Cochem kamen, sollen sie den Überlieferungen nach „Möge es dir wohl sein!“ gesagt haben – und es hat ihnen so gut gefallen, dass sie blieben. Seinerzeit zählte das gesamte Moseltal als Teil des Römischen Reiches und wurde deutlich von dessen Kultur geprägt. Noch heute können Besucher der Region vom wohl bedeutendsten Erbe der Römer an der Mosel profitieren: dem Weinbau.

Die Stadt mit ihren verwinkelten Gassen, den historischen Fachwerkhäusern und der imposanten Reichsburg hoch über dem Moseltal hat uns direkt begeistert. Bei einem Spaziergang haben wir uns einen ersten Eindruck über Cochem verschafft. Aber seht am besten selbst:

Mittelalterlicher Charme über dem Moseltal

Wer in Cochem ist, sollte auf jeden Fall auch einen Abstecher zur Reichsburg machen – die Burg thront hoch über dem Ort, zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Region und prägt das Stadtbild schon von Weitem.

Die Reichsburg verbindet Geschichte, Architektur und einen einzigartigen Blick über das Moseltal.

Die mittelalterliche Burg wurde von dem Berliner Kommerzienrat Louis Ravené im 19. Jahrhundert restauriert und im neugotischen Stil wieder aufgebaut. Heutzutage werden bei Führungen spannende Einblicke in die Geschichte der Burg geboten. Da mein Partner und ich zum Besichtigungszeitpunkt die einzigen Deutschen waren, haben wir kurzerhand an einer englischen Führung teilgenommen – in kleiner Gruppe blieb uns anschließend genügend Zeit, die Burg in lockerer, entspannter Atmosphäre zu entdecken. Ein kleiner Spoiler an dieser Stelle: Unter anderem wartet ein märchenhaftes Detail in den alten Gemächern auf die Besucher – ein Blick nach oben lohnt sich.

Der Aufstieg zur Burg ist zwar etwas anstrengend, aber es lohnt sich! Von der Burganlage aus eröffnet sich einem schließlich ein beeindruckender Blick über Cochem und das umliegende Moseltal.

Hoch hinaus: Unterwegs zum Pinnerkreuz

Ein weiteres Highlight in Cochem ist eine Fahrt mit dem Sessellift hoch auf den Pinnerberg. Als markanter Aussichtspunkt wurde auf dem Berg das Pinnerkreuz errichtet. Auf einer Höhe von rund 250 bis 255 Metern hat man von hier einen der schönsten Ausblicke auf die Moselstadt. Aber Achtung: Der Weg von der Bergstation zum Kreuz ist als schwierige Wegstrecke ausgeschrieben – festes Schuhwerk demzufolge Pflicht.
Wir haben nach der kleinen Tour zum Pinnerkreuz schließlich noch eine kurze Pause im Sesselbahn-Terrassen-Café genossen, bevor es wieder runter ins Tal ging. Die Plätze mit Aussicht sind heiß begehrt, daher sollte man schnell sein, wenn man noch einen Tisch ergattern möchte.

„Schiff ahoi!“

Etwas, was wir uns außerdem in unserer Zeit an der Mosel nicht entgehen lassen wollten, war eine Schifffahrt – wir haben uns für die Route von Cochem bis nach Beilstein und zurück entschieden. Bei heißen 30 Grad bot die Tour auf der Mosel eine prima Abwechslung. Vorbei an Weinbergen, kleinen Ortschaften und der typischen Mosellandschaft konnten wir die Region ganz entspannt vom Wasser aus genießen.

Römisches Erbe & italienisches Flair in Trier

Für einen Ausflug in die Umgebung haben wir unter anderem Trier ausgewählt. Die Stadt beeindruckte uns mit ihrer einzigartigen Verbindung aus römischer Geschichte und lebendiger Altstadt. Viele Bauwerke erinnern noch heute an die römische Vergangenheit der Stadt: Das Amphitheater, die Kaiserthermen, die historischen Fassaden des Hauptmarktes, der Dom, die Porta Nigra – und last but not least die Barbarathermen, gehören zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der ältesten Stadt Deutschlands.

Ein Spaziergang durch Trier fühlte sich für uns fast an wie eine kleine Zeitreise an – man wandelt vor Ort regelrecht von der Antike bis in die Gegenwart.

Mein Partner und ich haben unseren Stadtrundgang beim Amphitheater begonnen. Die im 2. Jahrhundert n. Chr. errichtete Arena bot damals Platz für zahlreiche Zuschauer und diente unter anderem für Gladiatorenkämpfe. Heutzutage kann man die Arena und die Reste der antiken Anlage ausgiebig erkunden – und hat sogar zudem die Möglichkeit, einen Blick in die unterirdischen Gänge der römischen Anlage zu werfen.

Vom Amphitheater aus ging es für uns weiter zu den Kaiserthermen – sie gehören zu den bedeutendsten römischen Bauwerken in Trier. Die imposante Anlage entstand im 4. Jahrhundert n. Chr. Ursprünglich wurde sie als prunkvolle Badeanlage angelegt. Beeindruckt waren wir vor allem von den unterirdischen Gängen und der Größe des so gut erhaltenen ehemaligen römischen Bauwerks.
Ein kleiner Geheimtipp: Mit ein bisschen Glück kann man auf der Anlage sogar Spuren der damaligen Bauarbeiten erkennen.

Anschließend haben wir einen Abstecher in die Innenstadt gemacht und sind vom Hauptmarktplatz zum Porta Nigra (dem sogenannten „Schwarzen Tor“) spaziert. Das bekannteste Wahrzeichen Triers entstand um 170 n. Chr. und beeindruckt Besucher der Stadt bis heute. Die Porta Nigra gilt als eines der am besten erhaltenen römischen Stadttore nördlich der Alpen! Der Name „Schwarzes Tor“ entstand übrigens durch die dunkle Färbung des Sandsteins, die das Bauwerk im Laufe der Jahrhunderte veränderte.

Das Ende des Rundgangs führte uns zu den Barbarathermen. Im Gegensatz zu den anderen archäologischen Stätten muss man hier keinen Eintritt zahlen, sondern kann das Gelände frei zugänglich besichtigen.

Zwischen Elzbach & Nordschleife

Für einen Ausflug in die nahegelegene Eifel haben wir uns das kleine Örtchen Monreal ausgesucht. Monreal gehört zu den schönsten Fachwerkorten der Eifel – und auch ich war begeistert von diesem süßen kleinen Örtchen. Besonders ein Spaziergang durch den Ort vermittelt eine ganz besondere Atmosphäre.
Über Monreal thronen die Ruinen zweier mittelalterlicher Burgen: der Löwen- und der Philippsburg. Natürlich durfte auch ein Aufstieg dorthin nicht fehlen.
Bei sommerlichen Temperaturen genossen wir schließlich noch ein kühles Getränk im Schatten eines kleinen Cafés – der perfekte Moment, um den Charme des Ortes auf uns wirken und einfach die Seele baumeln zu lassen.

Was besonders für meinen Partner vor Ort in der Eifel nicht fehlen durfte, war außerdem ein Besuch des Nürburgrings – inklusive einer Fahrt auf der Nordschleife. Die rund 20 Kilometer lange Rennstrecke führt durch die abwechslungsreiche Eifel-Landschaft und gilt als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt. Adrenalin und Spaß pur!

Fachwerkidylle & Naturkulissen

Schließlich haben wir während unseres Urlaubs noch einen Ausflug entlang der Mosel Richtung Bernkastel-Kues gemacht und auf der Strecke den einen oder anderen Ausblick auf das schöne Moseltal eingefangen.

Bernkastel-Kues zählt zu den bekanntesten und schönsten Orten an der Mosel. Besonders die historische Altstadt hat mit ihren engen Gassen, den restaurierten Fachwerkhäusern und dem malerischen Marktplatz einen ganz eigenen Charme. Wir haben es uns dort gegenüber dem Rathaus gemütlich gemacht und den Blick auf Marktplatz und eine Besonderheit des Ortes genossen: In direkter Nähe zum Rathaus steht das sogenannte „Spitzhäuschen“. Dieses Gebäude wurde 1416 erbaut und ist das älteste Fachwerkhaus in der Region Mittelmosel.

Auf dem Rückweg nach Cochem haben wir einen kurzen Stopp in der Vulkaneifel gemacht. Dort kann man die charakteristischen Maare, auch als „Augen der Eifel“ bekannt, sehen. Entstanden sind diese Maare durch vulkanische Aktivitäten und sie prägen bis heute die Eifel-Landschaft.
Weitere Stopps waren für uns die Burgruine Ulmen und der Wasserfall bei Maria Martental.

Den Abreisetag haben wir schließlich genutzt, um nochmal einen Abstecher in die Eifel, genauer gesagt zur Burg Eltz (eine der bekanntesten Burgen Deutschlands) zu unternehmen. Versteckt im Eltzer Wald liegt die über 850 Jahre alte Burg. Mit ihrem mittelalterlichen Erscheinungsbild wirkt die Burg direkt wie aus einer anderen Zeit.

Unser Fazit zu dieser Reise: Die Region zwischen Mosel und Eifel bietet jeden Tag etwas Neues und ist voller Genuss, Geschichte und besonderer Momente!


Mosel im Glas den nächsten Wein gibt es dann im traditionellen Römerglas. Perfekt für einen gemütlichen Weinmoment zu Hause. 🍇


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2 Kommentare zu „Moselurlaub in Cochem

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