Dolce Vita & Amore

Die Vielfältigkeit der Toskana erleben

Siena – die Perle der Toskana

Mit dem Rad durch das Chianti

Hoch hinaus in Pisa

Kulturelle Highlights in Florenz

Mein eigen Grund & Boden in Caldana

Val d’Orcia: authentisch & echt

San Gimignano – das Manhattan der Toskana

Vom Alabaster im etruskischen Volterra

Meerblick & Inselträume an der Küste


Die Toskana – Postkartenlandschaft schlechthin. Jahrelang schon habe ich mich hierhin geträumt und mir vorgestellt, wie es wäre, in dieser traumhaften Gegend Italiens Urlaub zu machen… Vor Kurzem habe ich mir diesen Traum nun erfüllt und zwei wunderschöne Wochen gemeinsam mit meinem Partner in der Region Mittelitaliens verbracht.

Pianella, ein kleines Dorf nahe Siena, diente uns als Ausgangspunkt für unsere Tagestouren.

Ich kann euch sagen: Es war in der Tat traumhaft und bisher einer meiner schönsten Urlaube! Nicht nur die Landschaft verzückt einen Millimeter für Millimeter. Auch die Menschen haben mich absolut für sich eingenommen.

Ich fühlte mich als einzige Deutsche inmitten der italienischen Wohnsiedlung pudelwohl und genoss schon morgens regelmäßig die Geselligkeit der Menschen um uns herum.

Nachdem der lokale Bäcker in seinem Lieferwagen lautstark durchgehend die Hupe als Weckruf für die Bewohner der Straße nutze, machte ich es mir auf dem Balkon unserer Ferienwohnung gemütlich und genoss das rege Treiben um mich herum, während mein Freund die tägliche Routenplanung übernahm.
Ein Nachbar spielte auf seiner Gitarre Lieder von Toto Cutugno und sang dazu, während sich die ältere Dame im Garten unter uns angeregt mit ihrem Lieferanten unterhielt. Im Rahmen unserer abendlichen Spaziergänge konnten wir weitere Damen des Ortes beobachten, die es sich in den lauen Spätsommerabenden bei einem Pläuschchen vor der Kirche gemütlich machten. Auch wurden mein Freund und ich Zeugen des typisch italienischen Temperaments, als nebenan eines Abends lautstark gestritten wurde – inklusive fliegender Teller, gefolgt vom Aufheulen des Motors einer in die Nacht brausenden Vespa.

Ein kleiner Geheimtipp von mir ist übrigens ein Besuch im Restaurant „Gallo Arrosto“ in Pianella. Während man es sich tagsüber in der Bar „Alimentari“ bei einem Kaffee gemütlich machen kann, genießt man abends das italienische Ambiente des Lokals bei leckerem Essen und Wein.

Siena – die Perle der Toskana

Eine besonders schöne Situation erlebte ich in Siena, als ich es nicht schaffte, einen Trinkbrunnen am Straßenrand zu aktivieren und mit leerer Flasche weiterzog… Denn plötzlich drehte sich mein Freund zu mir um und bemerkte, wie ein Einheimischer hinter uns her- und uns zurückrief. Am Brunnen angekommen, drückte der Mann mit deutlich mehr Kraft auf den Auslöser und unterhielt sich weiter mit seiner Begleitung, während ich meine Flasche auffüllte. Als ich mich bedankte, nickte er und lächelte: „… sempre felice!“

Wir erkundeten anschließend die Stadt und machten es uns beim Mittagessen auf der Piazza del Campo gemütlich.

Ein kleiner Tipp ist übrigens vor Ort ein Abstecher zum Fortezza Medicea. Auf dem Weg dorthin hat man nicht nur die Möglichkeit, durch die schönen Gassen Sienas zu schlendern – in unmittelbarer Nähe der Backsteinfestung kann man beim Aussichtspunkt Vista Panoramica di Siena einen tollen Ausblick auf die Stadt genießen!

Mit dem Rad durch das Chianti

Wenn ihr in Siena seid und die Umgebung erkunden wollt, empfehle ich euch an dieser Stelle übrigens eine Tour mit dem E-Bike. Eventuelle Bedenken kann ich euch direkt nehmen: Auch wenn sich die Italiener unseren Erfahrungen nach in Mittelitalien zugegebenermaßen im Straßenverkehr durchaus ruppig und chaotisch verhalten, nehmen sie auf Radfahrer vorbildlich Rücksicht!

In der Toskana zu urlauben, verpflichtet einen natürlich auch unbedingt dazu, den bekannten Städten Pisa und Florenz einen Besuch abzustatten.

Hoch hinaus in Pisa

Besonders interessant fand ich den Aufstieg auf den berühmten Schiefen Turm. Es war mehr oder weniger eine spontane Entscheidung und wir waren daher auch überrascht, online ein noch recht großes Kontingent an Karten vorzufinden. Also zack, schnell Turm und Kathedrale gebucht und los ging es in langer Hose und Shirt nach Pisa. Ganz nach Vorschrift, wie wir dachten – vor Ort wurden wir jedoch eines Besseren belehrt und fanden ins inmitten einer Schar sommerlich gekleiderter Touristen im Duomo di Pisa wieder. Sie alle waren für die 30° an diesem Tag bestens ausgestattet…

Nach kurzem Anstehen durften wir schließlich dann den freistehenden Glockenturm des Doms erklimmen. Oben angekommen, musste ich zumindest erstmal ordentlich nach Luft schnappen. Der Ausblick auf den Platz der Wunder, seines Zeichens UNESCO Weltkulturerbe, entlohnt einen jedoch für die Strapazen.

Auch wenn man keine absolute Sportskanone ist, sollte es durchaus machbar sein, die 294 Stufen im um 4 Grad geneigten Turm zu erklimmen. Die Warnhinweise wie „It could be slippery“ konnten wir angesichts des vorherrschenden Wetters ignorieren, aber man sollte dennoch auf gutes Schuhwerk achten.

Die Neigung des Glockenturms der Kathedrale Santa Maria Assunta an der Piazza dei Miracoli ist übrigens bereits während der damaligen Bauarbeiten aufgrund einer Bodensenkung erfolgt.

Ein Stadtbummel hat uns allerdings für das restliche Pisa nicht wirklich eingenommen…

Kulturelle Highlights in Florenz

In Florenz haben wir letztlich nach eigener Route unser Sightseeing unternommen und ausgewählte Sehenswürdigkeiten angeschaut. Bevor wir uns ins Getümmel stürzten, fuhren wir zur Piazzale Michelangelo, von wo aus man einen traumhaften Blick auf die Stadt habt. Seht selbst:

Von der Piazzale Michelangelo hat man einen tollen Blick auf Florenz und das Umland.

Anschließend ging es über die Piazza del Duomo zur Piazza della Signoria und von dort weiter zur Basilica di Santa Croce. Diese Franziskanerkirche solltet ihr euch mal von innen anschauen: sie beherbergt u.a. die Grabstätten von Michelangelo und Galileo Galilei!

Nach einem Abstecher zur Ponte Vecchio – bekannt als eine der ältesten Segmentbogenbrücken der Welt – ließen wir uns schließlich von der Florentiner Küche begeistern, bevor es mit einem deutlich leichteren Geldbeutel wieder zurück nach Pianella ging.

Mein eigen Grund & Boden in Caldana

Zu Weihnachten bekam ich als Geschenk eine Urkunde von HappyLandGifts, die mich zum Grundbesitzer eines kleinen Fleckchens Land in Caldana auszeichnete. Dieses „Grundstück“ wollte ich jetzt natürlich direkt aufsuchen. Also machten mein Freund und ich uns mit unserem Leihwagen auf in Richtung des Ortsteils der Gemeinde Gavorrano in der Region Grosseto. Dort standen wir schließlich vor der Herausforderung, uns durch einen zugewachsenen Olivenhain zu schlagen! Anhand der Koordinaten wurden wir letztlich aber fündig und ich stand auf meinem eigenen italienischen Grund & Boden. Unsere vier Füße deckten vermutlich das „Grundstück“ vollständig ab.😁

Gemeinsam mit meinem Freund stehe ich hier auf meinem eigenen Fleckchen Italien in Caldana.

Val d’Orcia: authentisch & echt

Wer an die Toskana denkt, denkt unweigerlich an Zypressen, Olivenbäume und terrakottafarbene Landschaften… Das alles findet man beispielsweise im Orcia Tal.

Wir haben dort den einen oder anderen Foto-Hotspot aufgesucht und anschließend abseits der Touristenrouten das kleine Örtchen Asciano besucht, um eine Pause einzulegen und einen kleinen Snack zu genießen.

San Gimignano – das Manhattan der Toskana

Ein weiterer Ausflug führte uns nach San Gimignano und anschließend nach Volterra. Auch diese beiden Städte sind bekannte Adressen in der Toskana und durften auch auf unserer Liste nicht fehlen.

Nach einem Bummel durch die Gassen des mittelalterlichen San Gimignano und einem unermüdlichen Blick nach oben auf die noch bestehenden Türme der Stadt ging es anschließend in das nahe gelegene Volterra.

Vom Alabaster im etruskischen Volterra

Nach einem kurzen Abstecher in eine Bar, in der bereits Hollywood-Star Mel Gibson zu Besuch war, unternahmen wir hier vor Ort einen kleinen Rundgang durch die Etrusker-Stadt.

Bekannt ist Volterra nicht nur als Drehort der „Twilight-Saga“, sondern besonders für seinen Alabaster. Dieser Stein sieht aus wie Marmor, ist aber deutlich zerbrechlicher. Alabasterhandwerker verarbeiten das Material zu diversen schönen Kunstobjekten – beim Vorbeischlendern kann man sogar einen Blick in ihre Ateliers werfen.

Meerblick & Inselträume an der Küste

Wie bereits beschrieben, hat die Toskana ein wahres Potpourri an landschaftlicher Schönheit zu bieten. Um auch wirklich jede Facette der Urlaubsregion erlebt zu haben, darf natürlich auch ein Besuch der Mittelmeerküste nicht fehlen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns für einen Ausflug nach Punta Ala sowie auch eine Überfahrt nach Elba entschieden.

Einen wunderschönen Blick auf das azzurblaue Wasser hat man vom Punto panoramico Castello di Punta Ala – ein echter Geheimtipp!

Vom Punto panoramico Castello di Punta Ala kann man traumhafte Ausblicke genießen.

Für eine Überfahrt nach Elba sollte man auf jeden Fall genügend Zeit einplanen, da man ggf. wie wir eine weitere Anreise bis zum Hafen von Piombino hat.

Die Überfahrt als solche kann man mit oder ohne Auto bestreiten. Wir haben uns für eine Autofähre mit Ziel Portoferraio entschieden.

Dem Einen oder Anderen dürfte die Inselhauptstadt nicht ganz unbekannt sein, hat doch Napoleon 1814 – 1815 mehrere Monate hier im Exil verbracht. Seine Residenz kann man heute noch besichtigen.

Die in toskanischen Farben gehaltenen Häuser, traumhafte Strände nebst schroffen Granitfelsen sowie der Duft leckerer italienischer Köstlichkeiten und die traumhafte Sicht auf das umliegende Meer versprühen auch hier schlichtweg Urlaubsfeeling pur.

Nach einem Stadtbummel sind wir zum Spiaggia di San Giovanni gefahren, der relativ touristenfrei war und eine schöne Sicht auf Portoferraio bietet.

Mein Fazit: Die Toskana ist und bleibt ein Traumreiseziel! ♡


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