Ausgewählte Drehorte in Italien
Natürlich habe ich es mir nicht entgehen lassen und bin auch in Italien schon des Öfteren auf den Spuren der Filmgeschichte unterwegs gewesen.
Sturm der Liebe – Außendreh in Verona
Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin
The Italian Job – Jagd auf Millionen
Sturm der Liebe – Außendreh in Verona
An dieser Stelle führt die Reise zuerst nach Verona. Wer die bayerische Serie „Sturm der Liebe“ genauso gerne verfolgt wie ich, dem wird es nicht entgangen sein, dass die beiden Hauptprotagonisten der sechsten Staffel, „Robert“ und „Eva“, die Zuschauer kurzweilig mit auf eine Reise in die italienische Stadt an der Etsch nahmen. Dort schlenderten sie vorbei an der Arena di Verona und ließen sich bei sommerlichen Temperaturen durch die verschlungenen Gassen bis zur Casa di Giulietta treiben. In einer weiteren Sequenz genossen sie ihre Zweisamkeit an einer abgelegenen Uferstelle der Etsch.
Auf den Spuren der beiden habe ich mich ebenso durch die schöne italienische Stadt treiben und die unterschiedlichsten Eindrücke auf mich wirken lassen.



Verona ist aber nicht nur in der bayerischen Daily Soap Drehort der romantischen Verwicklungen gewesen…
Briefe an Julia
Dieser Film wirft nochmal einen ganz anderen Blick auf die italienische Stadt der Liebe.
„Briefe an Julia“ beleuchtet die ursprünglich als Verlobungsreise geplante Fahrt der jungen New Yorkerin „Sophie“ nach Verona. Von ihrem Verlobten „Victor“ mehr oder weniger sitzengelassen, macht sich die junge Frau allein auf Erkundungstour durch die italienische Stadt an der Etsch. Ihr Weg beginnt an der Arena di Verona …

Sie schlendert an dem Amphitheater Veronas vorbei und trifft schließlich am Piazza delle Erbe ein, von wo sie – über die Via Pellicciai kommend – in die Scalette San Marco einbiegt und ihrem Verlobten „Victor“ zuwinkt, der auf dem Balkon stehend anscheinend schon sehnsüchtig auf sie wartet.



Nach kurzem Hin und Her entscheiden sie sich jedoch für getrennte Unternehmungen und „Sophie“ geht weiter auf Erkundung durch die Stadt. Sie gelangt natürlich auch an den Schauplatz, der der Stadt ohnehin schon weltweite Bekanntheit gebracht hat: der Balkon der Julia.

Gegenüber, in einem Hinterhof-Restaurant der Via Cappello, trifft die junge Frau auf die Sekretärinnen von Julia – und findet schließlich einen Brief, der nicht nur ihr eigenes Leben auf den Kopf stellt… Besagter Hinterhof sieht in Wahrheit folgendermaßen aus:


Das Restaurant der Sekretärinnen sucht man hier vergeblich. Die entsprechende Szene wurde stattdessen auf der Piazzetta Pescheria vor einem Gebäude nachgestellt, das heute von einer italienischen Supermarktkette genutzt wird.


Die Briefe an die unglücklich Verliebten werfen „Sophie“ und „Isabella“ vor dem Gebäude ein, dass sich in unmittelbarer Nähe des Piazza Indipendenza, einem kleinen Stadtpark, befindet.

Im späteren Verlauf des Films wirft schließlich „Victors“ Kontrahent „Charlie“ von der Via Portici aus einen sehnsuchtsvollen Blick hinauf zu „Sophie“, die auf dem Balkon ihres Hotels steht.

Das Anwesen eines der Lorenzos, das die drei während ihrer Tour aufsuchen, befindet sich ein paar Kilometer außerhalb der Stadt – Drehort ist die Villa Arvedi in Grezzana.
Weiter geht es mit ausgewählten Drehorten in der herrlichen Postkartenlandschaft der Toskana. In Siena schlendern „Charlie“ und „Sophie“ über die Piazza del Campo, vorbei an der Kirche San Cristoforo und entlang der Via Diacceto – und gönnen sich schließlich ein Eis auf der Piazza San Giovanni. Die Hotelszenen im Film wurden übrigens auf dem Gelände des Hotels Borgo Scopeto, etwas außerhalb der Stadt, gedreht.






eat pray love
Etwa 500 Kilometer weiter südlich – Drehort: Rom. Die italienische Sequenz des Films „eat pray love“ beginnt hier mit einer Aussicht von der Engelsburg. Von dort genießt Protagonistin „Liz“ (Julia Roberts) einen traumhaften Ausblick über die italienische Hauptstadt.

Von der Engelsburg bin auch ich neugierig durch die verwinkelten Gassen der Stadt gewandelt und entdeckte in der Nähe der Piazza Navona das Haus, in dem „Liz“ während ihres Aufenthaltes in Rom lebte. In den Friseurladen am Fuße des „Torre dell Scimmia“ kann man sogar mal einen Blick werfen.

Bei genauerem Hinsehen kann man sogar Fotos von ihr im Friseursalon entdecken:


Sommer in Rom
Auch die Protagonisten des 2013 gedrehten deutschen Fernsehfilms „Sommer in Rom“ hat es in die Ewige Stadt verschlagen. In der Komödie, in der es den Schauspieler Thomas Heinze als Journalist und eingefleischten Italien-Fan samt Familie für ein Jahr nach Rom verschlägt, prallen italienische Verhältnisse und deutsche Gründlichkeit aufeinander.
Gleich zu Anfang des Films wird eine Sensation der Stadt gekonnt in Szene gesetzt: Das Kolosseum.

Die Fahrt zu ihrer neuen Wohnung führt die Familie anschließend weiter vorbei am Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II, dem 1927 vollendeten römischen Nationaldenkmal. Wie dargestellt, gelangt man vor Ort, ausgehend vom Kolosseum, vorbei am Areal des Forum Romanum und des schräg gegenüberliegenden Trajansforums direkt zur Piazza Venezia.

Auf dem Kapitolshügel, am Südende der Via del Corso, befindet sich das imposante römische Nationaldenkmal. Das Gebäude, welches mitunter auch als „Altara della Patria“ bekannt ist, gedenkt der Vereinigung Italiens im Jahr 1861.
Die Wohnung der „Heinrichs“ liegt schließlich im Stadtteil Trastevere, unweit der Piazza Santa Maria. Hier, auf der rechten Seite des Tiber gelegen, wird das Stadtbild durch alte Wohngebäude und enge Gassen geprägt. Zahlreiche Touristen haben den alten Stadtteil bereits als einen mit ganz eigenem Flair für sich entdeckt.
Von ihrer Dachterrasse aus hat die Familie einen tollen Blick auf die gegenüberliegende Chiesa di Santa Margherita in Trastevere sowie die in weiterer Ferne liegende Gebäude des Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II zur einen und des Vatikans zur anderen Seite.

Da „Michael Heinrich“ als beauftragter Italienkorrespondent seiner Zeitung vor Ort eingesetzt ist, um über die Reise von Papst Benedikt XVI. nach England zu schreiben, bemüht er sich fortan, eine Akkreditierung im Vatikan zu erhalten.


Zwischenzeitlich stehen „Susannes“ Eltern vor der Tür und machen sich schließlich kurzerhand zu einem Trip mit der Vespa durch die Stadt auf: Vorbei geht es unter anderem an Engelburg und Forum Romanum.
Die Engelsburg befindet sich als fundamentaler Bestandteil der Geschichte Roms und des Vatikans unweit dessen am Tiberufer.

Das Forum Romanum ist das älteste römische Forum – die Stätte galt seinerzeit als Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen sowie auch des religiösen Lebens.

Bei einer Besichtigung des Areals kann man auch einen Blick auf die Überreste des Altars erhaschen, der in einem – seit geraumer Zeit nicht mehr vorhandenen – Tempel vermutlich an der Stelle errichtet wurde, an der seinerzeit die Leiche von Julius Caesar verbrannt wurde.

Während „Michael“ zu Recherchezwecken hin und wieder die Bibliothek des Vatikans aufsucht, wird seine Frau „Susanne“ von „Padrone Ercole“ gebeten, diesem in einem Prozess wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung beizustehen. Gespräche über die Situation führen die beiden unter anderem auf dem Aventin.

Ein Herz und eine Krone
Ein weiterer Film, der ebenfalls in Rom spielt, beleuchtet die Liebesgeschichte von Prinzessin „Anne“ und dem Journalisten „Joe“. Mehr darüber lest ihr in meinem Blog-Beitrag „Alle Wege führen nach Rom“.
Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin
Wer kennt sie nicht, die bedrückenden Szenen auf dem Canale Grande in Venedig?! Sie zeigen Sissi und Franz Joseph bei ihrer Ankunft in Venedig. Ihnen schlägt seitens der Venezianer abgrundtiefe Abneigung entgegen. Untermalt von tragenden Stille. Das Eis ist jedoch gebrochen, als die kleine Tochter des Kaiserpaares seinen Eltern auf dem Markusplatz entgegen läuft: die Italiener rufen vereint „Viva la Mamma“.
Gedreht wurden besagte Szenen unter anderem auf Höhe der Rialtobrücke, auf der Piazzetta San Marco sowie im weltberühmten Markusdom.



The Italian Job – Jagd auf Millionen
In dem amerikanischen Spielfilm, beziehungsweise genauer gesagt in der Neuverfilmung mit Charlize Theron und Mark Wahlberg, sind zu Beginn diverse Szenen zu sehen, die in Venedig gedreht wurden. So beginnt die erste Sequenz mit Donald Sutherland in seiner Rolle als John Bridger auf dem Markusplatz – deutlich zu erkennen sind der Uhrenturm St. Markus und der Markusdom. Anschließend bewegen er und Charlie Croker (Mark Wahlberg) sich ein Stück entlang der Riva degli Schiavoni (mit Blick auf die Chiesa di Santa Maria) – und treffen schließlich am Campo San Barnaba auf ihre Komplizen.



Nach dem gelungenen Coup wird man als Zuschauer auf eine wilde Verfolgungsjagd auf dem Canale Grande mitgenommen. Auch wenn die Sequenzen nur so an einem vorbeihuschen, kann man dennoch die eine oder andere Sehenswürdigkeit erkennen: Der vermeintliche Raub wurde unweit des Palazzo Ca Rezzonico begangen. Die Diebe flüchten von hier aus schließlich in Richtung Ponte dell’Accademia.

Über den Canale Grande geht es letztlich bis hin zur Ponte della Libertà. Die letzte Szene in Venedig zeigt die berühmte Sicht von der Ponte dell’Accademia in Richtung Basilica Santa Maria della Salute.

Fortsetzung folgt …
