The „Italian Tenors“ im Gespräch

Zwischen Bühne, Dolce Vita & Tour-Alltag

La dolce vita – das klingt nach Sonne, gutem Essen, Musik und ganz viel Lebensfreude. Was aber bedeutet dieser italienische Ausdruck, wenn man ständig unterwegs ist? Wo fühlt man sich zuhause, welche Orte ziehen einen immer wieder in ihren Bann und was vermisst man auf Reisen? Ein Gespräch mit „The Italian Tenors“ über Italien, Musik, Reisen, Freundschaft und die kleinen Momente, die das Leben besonders machen.

„The Italian Tenors“ touren im Spätherbst 2026 mit „Intenso Italiano“ durch Europa. Im November stehen auch zwei Konzerte in Deutschland an.

Ihr seid ständig unterwegs. Wo fühlt ihr euch heute eigentlich zu Hause?

„Zuhause“ bedeutet für uns eigentlich unsere jeweiligen Zuhause – also die Orte, an denen unsere Familien leben und zu denen wir eine tiefe Verbundenheit haben. Gleichzeitig stimmt es, dass wir einige Orte besonders gut kennengelernt haben und uns dort immer willkommen und entspannt fühlen – zum Beispiel in Deutschland, Griechenland oder Australien.

Home is actually our homes, where we all have our families and deep connections. It’s also true that we have come to know some places particularly well and always feel welcome and relaxed: Germany, Greece, Australia, for example.

Was vermisst ihr an Italien, wenn ihr lange auf Tour seid?

Wahrscheinlich vermissen wir alle am meisten selbst gekochtes Essen.

Probably the most common thing we all miss is home cooked food.

Gibt es einen Ort in Italien, an den ihr immer wieder zurückkehren müsst?

Abgesehen von unseren eigenen Heimatstädten ist Venedig wahrscheinlich ein Ort, der uns jedes Mal aufs Neue fasziniert – selbst nach zahlreichen Besuchen.

Apart from our own hometowns, probably Venice is a place that remains fascinating every time, even after many visits.

Was bedeutet Dolce Vita für euch persönlich – und nicht als touristisches Klischee?

Wir drei haben unterschiedliche Vorstellungen von „La dolce vita“. In meinem Fall (Evans) bedeutet es, wertvolle Zeit mit Freunden zu verbringen – manchmal ganz ohne konkrete Pläne, einfach um gemeinsam eine schöne Zeit zu genießen (und natürlich gutes Wohlfühlessen).

All three of us have different approaches to La dolce vita. In my case (Evans) that’s having some quality time with friends, sometimes with no real plans, and just for the sake of enjoying some time (and comfort food) together.

Was habt ihr durch das gemeinsame Unterwegssein über Italien und andere Länder gelernt?

Das Schönste am Reisen ist die Erkenntnis, dass es nicht den einen richtigen Weg zu leben gibt – grundsätzlich gibt es kein richtig oder falsch. Es hängt alles von den Werten ab, die uns vermittelt wurden, von den Erfahrungen, die wir gemacht haben, und von den Verbindungen und Beziehungen, die wir eingehen.

The greatest thing about traveling is learning that there is not one right approach to life, there is no right or wrong per se. It all depends on the values we have been taught, the experiences we have lived, the connection and the relationships.









La Dolce Vita in ihrer charmantesten Form: Bruno Almeida, Evans Tonon und Luca Sala.

Gibt es einen Moment auf einer Reise oder Tour, der euch besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Schwer zu sagen. Es gibt viele solcher Momente. Die schönsten haben wahrscheinlich mit Menschen zu tun: der Applaus unseres Publikums, die Autogramme auf CDs und Fotos, das gemeinsame Singen. Diese Momente geben uns das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, Menschen miteinander zu verbinden und ihnen ein wenig Freude und ein Lächeln zu schenken.

Difficult to say. There are many momentsAnd probably the most enjoyable ones have to do with people; the cheers from our audience, the signatures on the CDs and photos, the singing along. These moments make us feel that we are doing something worthwhile, connecting and bringing some joy and smiles.

Was unterscheidet das deutsche Publikum vom Publikum in Italien oder anderen Ländern?

Ehrlich gesagt haben wir bei den verschiedenen Publikumsgruppen auf der ganzen Welt gar nicht so viele Unterschiede festgestellt. Die Menschen scheinen unsere Musik überall auf ähnliche Weise zu genießen und reagieren begeistert, ganz egal, wo wir auftreten. Es wäre wirklich schwierig, einen konkreten Unterschied zu benennen.

To be honest we have not felt so many differences with the various audiences around the world. People seem to enjoy our music quite the same and they respond enthusiastically no matter where we go. It would be really difficult to point at a difference.

Was passiert bei euch eigentlich direkt vor dem Auftritt?

Direkt vor einem Auftritt haben wir ziemlich gewöhnliche Gewohnheiten. Normalerweise machen wir ein paar Stimmübungen, erzählen ein paar Witze mit der Band, um uns zu entspannen, und tauschen uns darüber aus, wie wir unsere Performance jedes Mal noch verbessern können. Nichts Ritualisiertes, nichts Ungewöhnliches – wir versuchen einfach, die angenehme Atmosphäre zu schaffen, die wir auch auf der Bühne spüren möchten.

We have pretty standard habits just before a show. Normally there is some vocal warm up, a few jokes with the band to relax, sharing some thoughts on how we can improve the performance every time. Nothing ritual, nothing strange, just trying to build the comfortable atmosphere we like to feel on stage.

Gibt es einen Song, mit dem jeder von euch eine ganz persönliche Geschichte verbindet?

„Il Mondo“ ist wahrscheinlich eines der Lieder, das uns als Gruppe besonders am Herzen liegt. Es repräsentiert uns sehr gut: Es ist sehr italienisch und melodisch, und wir finden, dass unsere Version die Eleganz hat, die wir mit unserem Projekt verbinden.

„l Mondo“ is probably one that we hold very dear as a group. It really represents us, it’s very Italian, melodic and we think our version has the elegance That we look for in our project.

Wenn jemand nach eurem Konzert nach Hause geht: Was soll er oder sie idealerweise mitnehmen?

Wir hoffen, dass die Menschen den Veranstaltungsort verlassen und denken: „Das hat Spaß gemacht, ich möchte wiederkommen.“ Das wäre für uns das schönste Ergebnis.

We hope that when people leave the venue they think: “this was fun, I want to come back again”. This would be the best result for us.

Fotos: The Italian Tenors


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